Neuer Studiengang zu "Generationenbeziehungen in einer alternden Gesellschaft"

Im Miteinander der Generationen birgt der demografische Wandel sowohl Chancen als auch Risiken. Diese zu erkennen und Lösungen anzubieten ist im sozialen Bereich eine wichtige Aufgabe, die spezielle Kompetenzen erfordert. In diesem Kontext startet am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und Soziale Arbeit der Hochschule Darmstadt im Wintersemester 2014/15 der 6-semestrige Bachelorstudiengang „Soziale Arbeit – Generationenbeziehungen in einer alternden Gesellschaft“.

Im neu eingeführten Ausbildungsfach sollen die Studierenden lernen, Probleme und Möglichkeiten in den Bereichen Wohnen, Arbeiten und Bildung zu identifizieren, Konzepte zu entwickeln und umzusetzen. Insbesondere sollen sie dazu befähigt werden, einen Dialog zwischen den Generationen zu ermöglichen und gegenseitiges Verständnis herzustellen. Die beruflichen Perspektiven der künftigen Absolventen schätzt Studiengangsleiter Prof. Rolf Keim positiv ein: „Gerade durch ihren Fokus auf Generationenbeziehungen in einer alternden Gesellschaft sind sie am Arbeitsmarkt gefragte Fachkräfte, die als soziale Seismografen beratend und planend Prozesse und Projekte begleiten und auch möglichst früh einbezogen werden sollten.“ Diese Tätigkeiten könnten beispielsweise in Verbänden der freien Wohlfahrtspflege, in Unternehmen oder Wohnungsbaugesellschaften, in der Kommunalplanung, der Sozialverwaltung, der Erwachsenenbildung oder im Bereich Gesundheit und Pflege ausgeübt werden.

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Bereits früh soll den Studierenden ermöglicht werden, in kleinen Gruppen an konkreten Projekten zu arbeiten und durch Praktika und Hospitationen praxisnahe Erfahrungen zu sammeln. Ein interdisziplinäres Verständnis des demografischen Wandels soll den Studierenden in Wahlpflichtveranstaltungen an anderen Fachbereichen der Hochschule Darmstadt vermittelt werden. So ist zum Beispiel das Verständnis für die Arbeitsweise von Architekten wichtig, wenn die Absolventen im späteren Berufsleben in ein Projekt zum generationenübergreifenden Wohnen einbezogen werden.

Im Verlauf des Studiums müssen sich die Studierenden auf einen der drei Schwerpunkte „Arbeitswelten/Soziale Sicherung“, „Bildung/Medien/Kultur“ und „Lebenswelt/Habitat“ spezialisieren. Nach dem Bachelorabschluss können sie sich im Master „Soziale Arbeit“ weiterqualifizieren, die einjährige Praxisphase für die staatliche Anerkennung als Sozialarbeiterin oder Sozialarbeiter absolvieren oder direkt in den Beruf einsteigen. Studieninteressierte können sich ab dem 15. Mai 2014 an der Hochschule Darmstadt um einen Studienplatz bewerben. Der Studiengang ist zulassungsbeschränkt (notenabhängig). Detaillierte Informationen zum Bewerbungsverfahren an der Hochschule Darmstadt finden Sie unter www.h-da.de/bewerbung.

Miriam Buchmann-Alisch

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