Neue Bilder vom Alter(n) – Eröffnung in Braunschweig
Am 6. September 2010 wird im Braunschweiger Haus der Wissenschaft die Fotoausstellung „Neue Bilder vom Alter(n)“ eröffnet. Die Bilder wurden aus den Einsendungen eines Fotowettbewerbs ausgewählt. Ausstellung und Wettbewerb stehen unter unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Bildung und Forschung Prof. Dr. Annette Schavan. Im Anschluss werden die Fotos in Stuttgart, München, Berlin und Bonn gezeigt.
Aktuelles
Potenzial Altern
More years – more life: Potential des Alterns Topthema beim Euroscience Open Forum
Geistig leistungsfähig bis ins hohe Alter – wie können wir die Veränderungen erklären und was bedeuten sie für die Produktivität der alternden Gesellschaften Europas? Das Potential des Alterns war eines der Topthemen bei dem zweijährlich stattfindenden Euroscience Open Forum, dem größten europäischen Wissenschaftsfestival, das vom 2.-7. Juli in Turin, Italien, zelebriert wurde.
Der zweite Beruf
Krankenpflege zwischen „Entzauberung“ und neuen Tätigkeitsbildern
Durchschnittlich nur vier bis zehn Jahre arbeiten Fachkräfte im Kranken- und Pflegebereich in ihrem Beruf. Zahlen, die das Image der Pflegeberufe nicht unbedingt verbessern. Obwohl dies gerade angesichts des demografischen Wandels dringend notwendig wäre. Das Projekt „Mein nächster Beruf“ der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) erforscht Möglichkeiten, länger im Beruf zu verweilen oder in eine alternative Tätigkeit zu wechseln.
Fitness im Alter
Lehrstellen für 60-Jährige und Leistungssport mit 90 Jahren
Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung berichtete (9. Mai 2010) von Charles Eugster, einem 90-jährigen Ruderer und Bodybuilder, der sich als Vorbote der künftigen Leistungsfähigkeit alter Menschen sieht. Länger leben, länger arbeiten, länger Sport treiben, länger fit bleiben, so stellt sich Eugster die Gesellschaft der Zukunft vor.
Bewegtes Alter
Sport hält graue Zellen fit
Wer sich im Alter regelmäßig sportlich betätigt, bleibt nicht nur körperlich, sondern auch geistig fit. Das belegen jüngere Studien. Doch welche Sportarten haben besonders positive Auswirkungen auf die grauen Zellen? Auf das Training von Ausdauer und Koordination kommt es bei der Bewegung an, wie erstmals die Ergebnisse der Studie „Bewegtes Alter“ der Jacobs University Bremen belegen.
Potenzial Alter
Potenziale Älterer entfalten: Bericht der Bundesregierung bestätigt Befunde der Akademiengruppe
In ihrem am 2. Juni der Bundesregierung übergebenen Bericht „Altersbilder in der Gesellschaft“ betont die 6. Altenberichtskommission, dass die aktive soziale, kulturelle und politische Teilhabe älterer Menschen auf zeitgerechte Altersbilder angewiesen ist. Allgemein verbreitete Meinungen, Überzeugungen und Einstellungen über das Alter und das Älterwerden beeinflussen, welche sozialen Rollen älteren Menschen in einer Gesellschaft offen stehen und was von ihnen in diesen Rollen erwartet wird. Altersbilder haben auch Einfluss darauf, was jüngere Menschen für ihr eigenes Alter erwarten und was ältere Menschen sich zutrauen und erreichen wollen. Es gibt gute Gründe anzunehmen, dass aktuelle Altersbilder auf der Wahrnehmung früherer Generationen von älteren Menschen beruhen. Möglicherweise spiegeln sie deshalb die Vielfalt der Lebensformen und die Stärken der älteren Menschen von heute nicht wider und erschweren damit die Entfaltung der Potenziale des Alters.
Die Altenberichterstattung geht zurück auf einen Beschluss des Deutschen Bundestages aus dem Jahr 1994. Er gibt der Bundesregierung auf, in jeder Legislaturperiode einen Bericht zur Lebenssituation von Seniorinnen und Senioren in Deutschland zu erstellen. Erarbeitet werden die Berichte von unabhängigen Sachverständigenkommissionen, die mit Expertinnen und Experten unterschiedlicher Fachrichtungen besetzt werden.
Rente im Ausland
„Von einem Trend zur Auswanderung kann nicht die Rede sein“
Über 23 Millionen Renten zahlt die Deutsche Rentenversicherung derzeit in Deutschland aus. Hinzu kommen Renten, die sie ins Ausland überweist. Deren Zahl stieg seit 1992 von rund 855.000 auf mehr als 1,4 Millionen im Jahr 2005. Und dennoch: In wissenschaftlichen Studien lässt sich bei Alt und Jung insgesamt kein Trend zur Auswanderung erkennen.
Demografischer Wandel
„Alte Menschen sind kein Makel für eine Stadt“
Deutschland könnte im Jahr 2030 europaweit die älteste Bevölkerung haben. Das besagen Prognosen von Eurostat. Regional gibt es jedoch große Unterschiede. Während das Durchschnittsalter in Chemnitz in 20 Jahren voraussichtlich die europaweite Liste anführen wird, scheint es in Trier und Hamburg auf eher niedrigem Stand zu bleiben. Die Gründe dafür sind vielschichtig. Doch was bedeuten solche Zahlen für eine Stadt wie Chemnitz?
Studie
Bildung stärkt die Potenziale älterer Arbeitnehmer
Mit "älteren Arbeitnehmern" verbinden viele Menschen nachlassende Kompetenz und Leistungsbereitschaft, geringe Lernfähigkeit, höhere Anfälligkeit für Erkrankungen, geringe Motivation - Stereotype, die nur selten mit der Realität übereinstimmen. Ganz im Gegenteil: Ältere Arbeitnehmer bergen wichtiges Potenzial für den Arbeitsmarkt. Eine Studie ergab, dass Bildungsangebote im Unternehmen eine wichtige Grundlage dafür bilden, über die gesamte Spanne der Berufstätigkeit die Leistungsfähigkeit, Leistungsmotivation und Innovationsfähigkeit der Arbeitnehmer zu erhalten.
Demografischer Wandel
Broschüre: Stadtquartiere fit machen für alle Generationen
Stadtquartiere so zu gestalten, dass sie für Jung und Alt gleichermaßen attraktiv sind, ist angesichts einer alternden und schrumpfenden Bevölkerung eine wesentliche Aufgabe der Stadtentwicklung. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) hat deshalb in 27 Modellvorhaben erprobt, wie das Zusammenleben der Generationen gelingen kann. Die soeben erschienene Broschüre „Stadtquartiere für Jung und Alt“ zieht eine Bilanz des Forschungsvorhabens.
Lebenslanges Lernen
Grundtvig macht ältere Menschen in Europa mobil
Immer mehr Menschen bilden sich im Ruhestand weiter. Manche sind dabei europaweit mobil. Hanns Hanagarth ist einer von ihnen. „Besonders interessant ist die Begegnung mit anderen Menschen meines Alters aus verschiedenen Ländern“, sagt der 66-Jährige aus Ulm. Der ehemalige Bankkaufmann nahm vor sieben Jahren zum ersten Mal an einer europäischen Grundtvig-Lernpartnerschaft teil. Momentan ist er im Projekt „Danube Networkers“ aktiv, in dem er seit zwei Jahren gemeinsam mit Senioren anderer Donauländer zu Themen rund um den Fluss forscht, an dessen Ufer sie alle leben.
Veranstaltung
Mit 66 Jahren ist noch nicht Schluss - Spitzenkräfte in der Wissenschaft
Der Sprecher der Akademiengruppe, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Jürgen Kocka, hält am 14. Juni 2010 den Festvortrag "Gewonnene Jahre für die Wissenschaft" bei dieser Veranstaltung der TU München, die engagierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Ruhestand ("Emeriti") auszeichnet und in die universitären Aktivitäten einbindet.
Lebenslanges Lernen
Mehr Selbstvertrauen und Offenheit durch Praktika im Ausland
Einige Wochen oder Monate beruflich im Ausland zu verbringen, verbessert nicht nur die Chancen auf dem Arbeitsmarkt, sondern ist für die meisten Menschen auch persönlich ein großer Gewinn. Förderprogramme der EU ermöglichen individuelle und projektbezogene Aufenthalte in einem europäischen Partnerland – darunter das „EU-Bildungsprogramm für lebenslanges Lernen“ mit dem Leonardo-Programm für Auszubildende, Fachkräfte und Ausbilder.
Gesundheit
Weltgesundheitstag 2010 – „1000 cities, 1000 lives“
Wer gesundheitsbewusst lebt, vermeidbaren Krankheiten vorbeugt, körperlich und geistig aktiv bleibt, hat zunehmend gute Chancen, gesund alt zu werden. Eine Voraussetzung dafür ist, dass jeder Mensch die dafür erforderlichen medizinischen und technischen Möglichkeiten hat. Beim diesjährigen Weltgesundheitstag werben die Vereinten Nationen für gesunde Städte. Unter dem Motto „1000 cities, 1000 lives“ startet eine weltweite Kampagne, bei der die teilnehmenden Städte ganze Straßenzüge für große Gesundheitsaktionen öffnen, um zu zeigen, wie sich das Leben in Städten gesundheitsfreundlich gestalten lässt. Der Weltgesundheitstag wird jedes Jahr am 7. April begangen, dem Gründungstag der WHO.
Ausschreibung
Internationaler Preis für altersgerechte Personalpolitik 2010
In diesem Jahr vergibt die amerikanische Seniorenorganisation AARP zum dritten Mal den internationalen Arbeitgeberpreis für altersgerechte Personalpolitik. Insgesamt zehn Unternehmen aus der ganzen Welt sollen ausgezeichnet werden. Bewerben können sich alle Unternehmen, die innovative Lösungen in den Bereichen lebenslanges Lernen, Gesundheitsförderung, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Personalgewinnung und Diversity (Vielfalt) entwickelt haben. Die Bewerbungsfrist endet am 24. April 2010.
Forschung
Mehr Aktivität des Gehirns bei schwierigen Aufgaben
Hohe Denkleistungen sind davon abhängig, ob die Gehirnaktivität zunimmt, wenn die Aufgaben schwieriger werden – und zwar unabhängig vom Alter. Wenn die Gehirnaktivität bei zunehmender Schwierigkeit der Aufgaben gleich bleibt oder abnimmt, sind auch die Leistungen geringer. Dies ergab eine Studie des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung.
Veranstaltung
Werkstattgespräch „Innovative Berufsverläufe in einem längeren Leben“
In der Formulierung „alternde Gesellschaft“ schwingt die Befürchtung mit, dass die demographische Alterung einen Verlust an Produktivität und Innovationskraft zur Folge hat und dass längerfristige Rentenzahlungen und steigende Ausgaben im Gesundheitswesen die Solidargemeinschaft vor neue Herausforderungen stellen. Zugleich stellt sich die Frage, ob die Ausdehnung der Ruhestandsphase auf gegenwärtig durchschnittlich 20 Jahre individuell wie gesellschaftlich gewünscht und tragbar ist.
Erwachsenenbildung
GRUNDTVIG-Preis 2010 ausgelobt
Der Europäische Verband für Erwachsenenbildung EAEA (European Association for the Education of Adults) hat die Vergabe des GRUNDTVIG-Preises 2010 ausgeschrieben. Mit dem Preis sollen neue Ideen, Partnerschaften und Methoden in der Erwachsenenbildung gewürdigt werden. Im Mittelpunkt steht 2010 das Thema Schlüsselkompetenzen für soziale Integration. Projektträger, die zu diesem Thema europäisch arbeiten, sind eingeladen, ihre Bewerbung bis spätestens zum 3. April 2010 an die EAEA zu senden.
Fotowettbewerb
Fotowettbewerb – Neue Bilder vom Alter(n)
Schavan: Neue Bilder vom Alter überfällig
Bundesministerin Annette Schavan übernimmt die Schirmherrschaft für den Fotowettbewerb ‚Neue Bilder vom Alter(n)’. Menschen jedes Alters sind herzlich dazu eingeladen, sich mit ihren Bildern vom Alter(n) bis zum 12. März 2010 zu beteiligen.
Gewonnene Jahre
Arbeitsministerin von der Leyen: “Gewonnene Jahre nutzen“
Im Interview mit DIE ZEIT am 22.1.2010 plädiert Ministerin von der Leyen dafür, die gewonnenen Jahre auch für eine längere Erwerbstätigkeit zu nutzen. Wie auch die Akademiengruppe Altern in Deutschland in ihren Empfehlungen „Gewonnene Jahre“ vom vergangenen Jahr mahnt von der Leyen an, dass sich die Unternehmen so schnell wie möglich auf die Alterung der Belegschaften einstellen und Modelle entwickeln, wie die Erfahrungen Älterer genutzt werden können. Die Akademiengruppe hatte argumentiert, dass längere Erwerbsbiografien bedeuten müssten, häufiger zwischen Phasen des Arbeitens, Lernens und der Bildung sowie für Familie und Freizeit zu wechseln und besser zu kombinieren. Auch die Arbeitsministerin hält das für das Modell der Zukunft.
Empfehlungen Band 9
"More Years, More Life" - Englische Ausgabe der Empfehlungen der Akademiengruppe erschienen
Unter dem Titel "More Years, More Life" (deutsch: "Gewonnene Jahre") hat die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina die englischsprachige Ausgabe der Empfehlungen der Akademiengruppe Altern in Deutschland publiziert. Sie ist als Druckversion bei der Wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft, dem 'Hausverlag' der Leopoldina, zu beziehen (service@Wissenschaftliche-Verlagsgesellschaft.de) oder kann hier als PDF-Dokument heruntergeladen werden.
Mit dieser Übersetzung reagiert die Akademiengruppe auf die Nachfrage von Partnerakademien, von Politikern, Experten und interessierter Öffentlichkeit aus dem Ausland. Die Debatte um die Gestaltung einer alternden Gesellschaft hat europaweit an Fahrt aufgenommen.
Berufe im Alter
Die Schauspielagentur 60plus in Köln
Einstiegsalter 60. „Das war die Idee des Jahres 2006“, schwärmt Carole Schmitt. Damals gründete die Schauspielerin und Produzentin gemeinsam mit ihrer Agentin Ulrike Boldt die erste und bislang einzige Agentur, die sich ausschließlich auf die Vermittlung von Schauspielerinnen und Schauspielern in der Altersgruppe 60plus konzentriert.
Mehr über Schauspielagentur 60plus
Berliner Altersstudie
Wie lebt ein Stadtmensch um die 100?
Jeder kennt alte Menschen in der Nachbarschaft oder in der eigenen Familie. Aber was wissen wir genau über die Lebenssituation betagter Mitbürger? Weltweit zum ersten Mal vermittelte die 1996 erschienene „Berliner Altersstudie“ ein umfassendes und präzises Bild der unterschiedlichen Lebenslagen alter Menschen. Die kürzlich im Akademie Verlag erschienene dritte Auflage dieses Standardwerks erweitert die damaligen Momentaufnahmen um eine entscheidende Facette: Die seit 20 Jahren laufende wissenschaftliche Beobachtung der hochaltrigen Studienteilnehmer macht die Entwicklung individueller Lebenswege vergleichbar.
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Leibniz-Preis
Leibniz-Preis 2010 für Ulman Lindenberger
Die zehn neuen Leibniz-Preisträger stehen fest. Der wichtigste deutsche Forschungsförderpreis geht auch an den Entwicklungspsychologen Ulman Lindenberger, Direktor am Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung und Mitglied der Akademiengruppe „Altern in Deutschland“.
Mehr über Leibniz-Preisträger Ulman Lindenberger
Theatertreffen
Bewerbung für das 3. Theatertreffen [60+] noch bis Februar 2010
Im Oktober 2010 findet das viertägige Festival „Herzrasen“ statt. Dabei handelt es sich um das 3. Theatertreffen für Schauspieler über 60 Jahre, das die Körber-Stiftung gemeinsam mit dem Deutschen Schauspielhaus in Hamburg ausrichtet. Nach zwei erfolgreichen Festivals 2006 und 2008 laden sie wieder professionelle Theater und freie Gruppen dazu ein, sich mit Produktionen mit älteren Darstellern zu bewerben. Gesucht werden künstlerisch und inhaltlich ambitionierte Theaterproduktionen, die zeigen, wie sich die Generation 60plus im Erfahrungsraum Theater mit dem Älterwerden auseinandersetzt.
Senior-Experten
Raus aus der Pflicht – rein in die Kür
Senior-Experten weltweit im Einsatz
Immer mehr Menschen möchten nach einem erfolgreichen Arbeitsleben nicht komplett in den Ruhestand treten. Ihnen bieten sich unterschiedliche Möglichkeiten, auch nach ihrem Eintritt in die Rente ihre Erfahrungen und Kompetenzen in Projekte im In- und Ausland einzubringen. Von ehrenamtlichen bis hin zu hochdotierten freiberuflichen Einsätzen reicht die Spanne der Möglichkeiten, als Senior-Experte aktiv zu sein. Einige Organisationen und Unternehmen haben sich komplett auf die Vermittlung von Experten „im Ruhestand“ spezialisiert.
Arbeitszeitmodelle
Maßgeschneiderte Arbeitszeitmodelle
Wie bleiben Arbeitnehmer auch in höherem Alter gesund und arbeitsfähig? Das ist eine Frage, der sich angesichts des demographischen Wandels immer mehr Unternehmen annehmen. Zwei der Empfehlungen der Akademiengruppe „Altern in Deutschland“ lauten, die Arbeitszeiten von Senioren adäquat zu gestalten und Lebensarbeitszeitkonten einzurichten. Auch die kürzlich veröffentlichten Ergebnisse des Forschungsprojekts Kronos am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) bestätigen die Wirksamkeit solcher Umgestaltungen.
Langzeitstudie
Lebensläufe unter der Lupe
Langzeitstudie „Vor dem Lebensabend“
1969 waren sie in der 10. Klasse. Heute sind sie 56 Jahre alt. In dieser Zeitspanne kann sich im Leben eines Menschen viel ereignen und verändern. Wie verlief sein Leben? Welche Erfolge konnte er für sich verbuchen? Wo musste er Niederlagen einstecken? Wie hat sich sein Privatleben gewandelt – und wie seine gesellschaftspolitischen Einstellungen? All diesen Fragen gehen Wissenschaftler in einem Langzeitprojekt an den Universitäten Duisburg-Essen und Köln nach. Die Studie, die vor 40 Jahren begann, soll in der nun anlaufenden vierten Etappe bisher einzigartige Daten zu deutschen Lebensläufen liefern.
Forschung
Mit 90 hinterm Steuer
Studie über Kundenwünsche hochaltriger Autofahrer
Noch mit 90 hinterm Steuer? Mit dem demographischen Wandel wird auch der Anteil älterer Menschen steigen, die einen Führerschein besitzen und regelmäßig mit ihrem Auto unterwegs sein möchten. Fahrassistenzsysteme sollen ermöglichen, dass sie sich sicher und angstfrei im Straßenverkehr bewegen. Den besonderen Wünschen 70- bis 90-jähriger Autofahrer widmen sich Wissenschaftler der Abteilung Gerontopsychologie der Technischen Universität Braunschweig in einer Studie.
Symposium
„Alter(n) gestalten – Medizin, Technik, Umwelt“
Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Heidelberger Akademie der Wissenschaften in Stuttgart findet am 4. und 5. November 2009 ein zweitägiges interdisziplinäres Symposium statt. Einen Höhepunkt bietet der Festvortrag von Prof. Dr. Axel Börsch-Supan, Direktor des Mannheimer Forschungsinstituts Ökonomie und Demographischer Wandel und Mitglied der Akademiengruppe „Altern in Deutschland“. Er wird das Symposium am 4. November um 18.00 Uhr mit seinem Vortrag „Müssen, dürfen, sollen, wollen, können ältere Menschen noch arbeiten?“ eröffnen. Das Symposium ist das zweite einer Reihe von Alternskonferenzen der Robert Bosch Stiftung. Die Ergebnisse der ersten Veranstaltung fasst der Band „Was ist Alter(n)? Neue Antworten auf eine scheinbar einfache Frage“ zusammen. Er wurde von der stellvertretenden Sprecherin der Akademiengruppe, Prof. Ursula M. Staudinger, zusammen mit dem Mannheimer Professor Heinz Häfner herausgegeben.
Podiumsdiskussion
„Technik entlastet den älteren Menschen“
Forum ZEIT WISSEN in Berlin
Der demographische Wandel birgt für unser Leben und die Pflege der älter werdenden Gesellschaft große Anforderungen. Hilft uns dabei die Technik, und inwieweit bestimmt sie heute und zukünftig unser Leben? Auf der Podiumsdiskussion „Mensch und Technik – Wie werden wir im Alter leben?“ am 15. Oktober in Berlin, veranstaltet von ZEIT WISSEN, erläuterte Elisabeth Steinhagen-Thiessen neben anderen Experten, was der Einsatz von Technik im Leben älterer Menschen heute und künftig bewirken kann.
Symposium
„Altern 2050 wird sein, was wir daraus machen“
Symposium „Arbeit und Alter“ in Berlin
Am 16. Oktober 2009 fand in Berlin das Symposium „Arbeit und Alter“ statt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Akademiengruppe „Altern in Deutschland“ diskutierten mit hochrangigen Vertretern aus Politik und Wirtschaft über ihre Empfehlungen für ein auf den demographischen Wandel abgestimmtes Arbeitsleben. Veranstalter war die Stiftung Brandenburger Tor gemeinsam mit der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften, der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften acatech und der Jacobs Foundation.
Interview
„Ein homogenes Altersbild aufbrechen“, Interview mit Josef Ehmer
Am 1. Oktober fand zum zehnten Mal der Internationale Tag der älteren Menschen statt. Aus diesem Anlass sprach Miriam Buchmann-Alisch mit Josef Ehmer über Altersbilder in Europa. Ehmer ist Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Wien und Experte auf dem Gebiet der Forschung über das Altern. Er war Mitglied der Akademiengruppe „Altern in Deutschland“, wo er den Band Bilder des Alterns im Wandel herausgab.
Veranstaltung
Woche des bürgerschaftlichen Engagements
Unter dem Motto „Engagement macht stark!“ findet vom 2. bis zum 11. Oktober 2009 bundesweit die Woche des bürgerschaftlichen Engagements statt. Die vom Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement organisierte Aktionswoche widmet sich in diesem Jahr insbesondere dem Engagement von Jung und Alt. Rund 1.000 Veranstaltungen im gesamten Bundesgebiet präsentieren die unterschiedlichen Facetten des Ehrenamts.
Veranstaltung
Internationaler Tag der älteren Menschen
Am 1. Oktober 2009 würdigten die Vereinten Nationen Senioren weltweit. Zum zehnten Mal fand der Internationale Tag der älteren Menschen statt. In diesem Jahr stand er unter dem Motto „Auf dem Weg zu einer Gesellschaft für alle Altersgruppen“. Die Initiative für den Gedenktag geht auf einen Beschluss der UN-Generalversammlung von 1990 zurück.
Bundestagswahl
Altern in Deutschland: Was sagen die Parteien?
Der Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl der Bundeszentrale für politische Bildung vergleicht die Positionen der Parteien zu 38 Thesen – die Themen Altern und demographischer Wandel sind aber nicht dabei. Im Vorfeld der Bundestagswahl haben wir daher zusammengetragen, welche Ziele die fünf großen Parteien in Deutschland in ihren Parteiprogrammen im Hinblick auf den demographischen Wandel definieren. Die Stichpunkte sind Arbeit für Ältere, Rentenalter, Gestaltung der Berufsbiografie, Weiterbildung, Altersdiskriminierung sowie Altersbilder, Ehrenamt, Generationenverhältnis und Gesundheit.
Forschung
Menschen altern unterschiedlich in Europa
Die meisten älteren Europäer fühlen sich fit. Rund ein Drittel der über 50-Jährigen bewertet die eigene Gesundheit mit „gut“. Dabei fallen allerdings schon im Vergleich zweier Nachbarländer große Unterschiede ins Auge: Die Deutschen halten sich insgesamt für kränker als sie sind, die Dänen dagegen für gesünder. Das ist nur ein kleiner Einblick in die Ergebnisse der europäischen Datenerhebung „Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe (SHARE)“, die vor Kurzem in die dritte Etappe ging.
Podiumsdiskussion
Bernhard Müller: „Umdenken tut Not!“
Um die Frage, auf welche Widerstände innovative Konzepte der Demographiepolitik treffen, ging es bei der Podiumsdiskussion „Außer Thesen nichts gewesen? Kommunale Demographiekonzepte in der Umsetzung“, die am 2. September 2009 im Rahmen des Kongresses „Best Age“ in Berlin stattfand. Auf dem Podium sprach unter anderen Bernhard Müller, Direktor des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung und Mitglied der Akademiengruppe „Altern in Deutschland“.
Ausschreibung
Otto-Mühlschlegel-Preis „Zukunft Alter“
Außergewöhnliche Leistungen älterer Menschen würdigt die Robert Bosch Stiftung mit dem Otto-Mühlschlegel-Preis „Zukunft Alter“. Mit dem bis zu 100.000 Euro dotierten Preis zeichnet sie Beiträge aus, die erst im Alter entstanden sind und die das kreative Talent älterer Menschen im Umgang mit neuen Medien und/oder in der Gestaltung neuer Medien zur Geltung bringen. Dazu gehören digitale Bild-, Ton- und Textbearbeitung, Internet, Webradio, interaktive Medien und Multimedia. Einsendeschluss ist der 15. Oktober 2009.
Ausstellung
„Golden Agers – Silver Surfers“
Vom lustigen Power Aging über den Jugendwahn bis hin zum Umgang mit dem Tod: Eine Kunstausstellung in Basel befasst sich mit den Bildern des Alter(n)s. In der breit und international angelegten Ausstellung, die noch bis zum 4. Oktober 2009 läuft, nähern sich vor allem jüngere Künstler dem Thema „Alt sein“ auf unterschiedlichste Art. (Foto: Julika Rudelius, Forever)
Demographiepolitik
Kongress „Best Age“: Altersbilder in unserer Gesellschaft
Deutschland altert, die Bevölkerung schrumpft. Diesen Prozess in all seinen Facetten beleuchtete der vierte Demographie-Kongress „Best Age – Quo Vadis Demographiepolitik?“, der am 1. und 2. September 2009 in Berlin stattfand. Zwei Tage lang diskutierten rund 400 Fachleute darüber, welche Chancen und Risiken der demographische Wandel mit sich bringt. Veranstalter war die Zeitschrift „Behörden Spiegel“ in Kooperation mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Forschungsprojekt
Mobil 2030: Forschungsprojekt am Zentrum für Alternskulturen in Bonn
Ein 80-Jähriger am Steuer? Vor 20 Jahren ein seltenes Bild. Heute sind immer mehr Senioren bis ins hohe Alter aktiv und mobil. Ein Forschungsprojekt unter der Federführung der Universität Bonn soll beantworten, wie sich dieser Trend zukünftig auf Verkehr, Stadt, Politik und Wirtschaft auswirken wird. Ziel ist es, Mobilitätsszenarien für das Jahr 2030 zu entwickeln.
Projektausschreibung
Projektaufruf: Altersgerechter Umbau von Wohnquartieren
In Deutschland wohnen immer mehr ältere Menschen. Daher wächst auch der Bedarf an altersgerechten, weitgehend barrierefreien Wohnungen und an Veränderungen im städtischen Umfeld. Um Projekte in diesem Bereich zu fördern, schreibt das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) ein „Modellvorhaben zum altersgerechten Umbau von Wohngebäuden, Wohnquartieren sowie der kommunalen und sozialen Infrastruktur“ aus. Einsendeschluss des Projektantrags ist der 15. Oktober 2009.
Biologie des Alterns
Im Aufbau: Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns
In Köln entsteht das Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns. Bis Ende 2012 soll der Neubau auf dem Areal des Universitäts-Klinikums fertig sein. Rund 350 Mitarbeiter werden zukünftig dort erforschen, welche elementaren Prozesse dem Altern des Menschen zugrundeliegen. „Zentral dafür sind die Fragen: Warum altern wir eigentlich, wie altern wir, und welche Prozesse laufen dabei ab?“, erklärt Dr. Ralf Petri, der wissenschaftliche Koordinator des Instituts.

