Entstehung

Die Gründung der Akademiengruppe

Die Gründung der Akademiengruppe Altern in Deutschland ging auf das Zusammenwirken mehrerer Initiativen und einer Einladung der in Zürich ansässigen Jacobs Foundation zurück, die im Jahr 2004 ein Modellprojekt zwischen Wissenschaft, Politik und Industrie anregte. Federführend beteiligt war der inzwischen verstorbene Alternsforscher Paul B. Baltes.
Die Jacobs Foundation unterstützt bereits seit vielen Jahren Forschungsprojekte, die sich mit der alternden Gesellschaft, lebenslangem Lernen und ähnlichen Themenstellungen beschäftigen.

Die konstituierende Sitzung der Akademiengruppe, die zunächst den Namen Arbeitsgruppe "LeoTech Alter" trug, fand vom 21. bis zum 23. April 2005 auf Schloss Marbach in Oehningen am Bodensee statt. Hier wurde das breite Themenspektrum durch Einführungsbeiträge aus den beteiligten Disziplinen entfaltet. Die Akademiengruppe bestand aus 23 Mitgliedern und sechs Junior-Mitgliedern aus den Disziplinen Psychologie, Rechts- und Geschichtswissenschaft, Geographie, Neurologie, Ingenieurswesen, Epidemiologie, Ökonomie, Medizin, Soziologie und Philosophie. Persönlichkeiten mit hoher Kompetenz und Erfahrung in der Organisation der Arbeitswelt unterstützten die Akademiengruppe als assoziierte Mitglieder.

Trotz der umfassenden Orientierung und ihrer Multidisziplinarität konnte die AG das Thema nicht aus allen Perspektiven vollständig beleuchten. Sie interessierte sich besonders für die Welt der Arbeit und des lebenslangen Lernens und erschloss von diesen zwei Schwerpunkten aus Wechselwirkungen zu anderen Wirklichkeitsbereichen. Die Laufzeit der Akademiengruppe betrug drei Jahre, beginnend im Januar 2006. Zu den verschiedenen Schwerpunkten wurden Tagungen ausgerichtet, deren Ergebnisse in acht Materialienbänden vorliegen.