Spitzenreiter der Langlebigkeit – Japan und Deutschland im Austausch

Die Arbeiten und Empfehlungen der Akademiengruppe „Altern in Deutschland“ bildeten die Grundlage für einen ersten Workshop mit japanischen und deutschen Forschern und Industrievertretern, der am Rande des international renommierten Science and Technology in Society (STS) Forums am 5. Oktober in Kyoto stattfand. Etwa 25 Experten aus Betrieben und Wissenschaft haben diesen Workshop genutzt, um sich über Erfahrungen mit ihren Gesellschaft alternder Bevölkerung auszutauschen.

logo Science and Technology in Society (STS) Forums Das STS-Forum brachte zum siebenten Mal rund 1000 Entscheidungsträger, Unternehmensvertreter, Forscher und Journalisten aus der ganzen Welt zusammen, die sich über aktuelle technologisch-wissenschaftliche Entwicklungen informieren und austauschen wollten. Eine der komplexen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts ist der demografische Wandel, der daher auch eines der zentralen Themen des Forums war. Es wurde betont, dass die gewonnenen Jahre noch äußerst unzureichend in ihrem produktiven Potential älterer Bürger in die Gesellschaft einfließen.

Für den Workshop, der zusätzlich zur Diskussion beim STS-Forum veranstaltet wurde, statt die Begegnung zweier Länder im Vordergrund, die in besonderer Weise vom demografischen Wandel betroffen sind. Japan weist seit Jahren die international älteste Bevölkerung auf, und Deutschland besetzt in Europa einen der Spitzenplätze in der demografischen Alterung. Über 80 Jahre alt zu werden und sogar die 100 zu erreichen, wird in Zukunft allerdings in einer ganzen Reihe von OECD-Ländern eher die Regel als die Ausnahme für viele Menschen sein.

Japan Großvater und EnkelSchwerpunkt des ersten Erfahrungsaustauschs lag im Bereich technischer Innovationen für ein verlängertes Leben. Die deutsche Delegation wurde angeführt von den acatech Präsidenten Reinhard Hüttl und Henning Kagermann sowie der Vize-Präsidentin der Leopoldina, Ursula M. Staudinger, die als international renommierte Altersforscherin auch die wissenschaftliche Leitung auf deutscher Seite inne hatte. Aus der Akademiengruppe waren zudem die Professoren Elisabeth Steinhagen-Thiessen und Bernhard Müller vertreten.

Hiroshi Komiyama, Chairman des Mitsubishi Research Institute, und Akito Morita, Universität Tokyo, machten deutlich, dass sie über den Workshop hinaus eine Fortsetzung des Gedankenaustausches sehr begrüßen würden. Staatssekretär Dr. Georg Schütte vom Bundesforschungsministerium besuchte den Workshop ebenfalls und begrüßte die Initiative der Workshopteilnehmer aus Deutschland und Japan. Eine Fortsetzung ist im kommenden Jahr geplant.

 

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