Jürgen Kocka erhält Holberg International Memorial Prize 2011

 

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Jürgen Kocka auf dem Symposium. (Fotos: Scanpix/Holberg Prize)

Sozialhistoriker Jürgen Kocka, vormaliger Sprecher der Akademiengruppe Altern in Deutschland, erhielt den Holberg International Memorial Prize 2011. Das Preisgeld beträgt 570 000 EUR. Er wird jährlich an einen herausragenden Forscher verliehen, der in den Geistes- oder Sozialwissenschaften einen international einflussreichen wissenschaftlichen Beitrag geleistet hat. Jürgen Kocka wurde dafür geehrt, dass er in der deutschen Geschichtswissenschaft einen Paradigmenwechsel eingeleitet hat, indem er die Wissenschaft für angrenzende Sozialwissenschaften und internationale Vergleiche öffnete. Der Preisstifter, der Holberg Memorial Fund, eingerichtet vom norwegischen Parlament, würdigte Kockas außerordentliche Forschungsleistungen zur Geschichte der Arbeit, des europäischen Bürgertums und von Unternehmen.

Zu den Preisträgern vergangener Jahre gehören Julia Kristeva, Jürgen Habermas und Ian Hacking. Ludvig Holberg war ein bedeutender norwegischer Aufklärer des 17. Jahrhunderts, der in Kopenhagen einen Lehrstuhl für Metaphysik, Logik, Lateinische Rhetorik und Geschichte besetzte.