HelpAge – Hilfe für die Großmütter Afrikas

Weihnachtszeit ist Spendenzeit. Jedes Jahr spenden die Deutschen über zwei Milliarden Euro, wie der Deutsche Spendenrat ausrechnet. Der Freiwilligensurvey ergab, dass unter den Jüngeren ein Drittel, und von den Älteren zwei Drittel aller Befragten im zurückliegenden Jahr gespendet haben. Gerade die jüngeren Spender und Menschen, die das erste Mal spenden, sehen sich angesichts von Katastrophen zum Spenden aufgerufen. Viele ältere Menschen spenden dagegen regelmäßig und über viele Jahre hinweg – ihre Spenden machen in der Gesamtheit über 50 Prozent des Spendenaufkommens aus.

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Das Buch „Die großen Mütter – Leben mit Aids in Afrika“ mit Porträts von Großmüttern mit ihren Enkeln, aufgenommen von dem Fotografen Christoph Gödan, gibt einen Einblick in das Leben von 78 Großmutter-Familien.

Während in Europa die Älteren die Bevölkerungsgruppe sind, die viel spenden und häufig einfach auch mehr Geld zur Verfügung haben als die Jüngeren, sieht es in anderen Ländern ganz anders aus. In Afrika beispielsweise zählen die älteren Menschen zu den Ärmsten – dabei tragen sie immer häufiger die Verantwortung für die ganze Familie. Die Großmütter sind immer öfter in die Position des Familienernährers gerutscht, weil ihre Kinder an Aids erkrankt oder gestorben sind und ihre Enkel ohne Eltern dastehen. Die Großmütter versuchen für alle zu sorgen – dabei haben sie selbst häufig nicht genug zum Leben und wurden bisher auch in Entwicklungsprojekten ignoriert. Auf ihre Situation machen deshalb neue Projekte aufmerksam. HelpAge beispielsweise unterstützt die Generation der Großmütter in Afrika oder auch in Haiti nach der Erdbebenkatastrophe.

Das Netzwerk hat jede Menge prominenter Fürsprecher, die sich auf der Website zu Helpage äußern: Henning Scherf, ehemaliger Bürgermeister von Bremen und Experte fürs Älterwerden, Kinder- und Jugendbuchautorin Kirsten Boie oder auch die Sopranistin Ulla Weller und die Schauspielerin Hannelore Hoger.

Über die Spenden werden beispielsweise für die Großmütter kleine, regelmäßige Renten und Geld für die Enkel finanziert, so dass zumindest die Grundversorgung der Großeltern-Familie gesichert ist. Was das bewirkt? Aurelia Mlabi, 78 Jahre, erzählt: "Ich bin "allein erziehende Großmutter" von drei Enkeln. Vor fünf Jahren starb meine Tochter an Aids, seitdem wohnen die Kinder bei mir. Zum Glück unterstützt mich KwaWazee! Ich bekomme jeden Monat eine kleine Rente und Geld für die Kinder. Darüber bin ich froh! Wenn wir nur von unserem Land leben müssten, wären wir doch längst verhungert! Viele meiner Sorgen sind mit der Rente geringer geworden."


Wer noch ein Geschenk für Weihnachten sucht, kann beispielsweise mit 120 Euro pro Jahr einer Großmutter mit zwei Enkeln das Leben leichter machen oder mit 25 Euro ein Notfallpaket finanzieren, dass Leben retten kann.

Spenden macht glücklich
Viele Studien zeigen, dass beim Spenden nicht nur die Empfänger profitieren. Auch der Spender selbst hat viel von seiner Gabe: „Alle sozialen Beziehungen sind durch Gaben fundiert – auch wenn diese verschieden aussehen können und mit ganz unterschiedlichen Wirkungserwartungen verbunden sind. Daher   m u s s jede Gabe (also auch eine Spende) immer positiv wirken, jedenfalls aus soziologischer Sicht. Dies last sich sicherlich auch in psychologischen Tests nachweisen”, erklärt Kai Brauer, Professur Soziale Arbeit - Alter/Altern an der Fachhochschule Kärnten