Potenziale Älterer entfalten
Bericht der Bundesregierung bestätigt Befunde der Akademiengruppe
In ihrem Bericht „Altersbilder in der Gesellschaft“ betont die 6. Altenberichtskommission, dass die aktive soziale, kulturelle und politische Teilhabe älterer Menschen auf zeitgerechte Altersbilder angewiesen ist. Allgemein verbreitete Meinungen, Überzeugungen und Einstellungen über das Alter und das Älterwerden beeinflussen, welche sozialen Rollen älteren Menschen in einer Gesellschaft offen stehen und was von ihnen in diesen Rollen erwartet wird. Damit bestätigt sie Befunde der Akademiengruppe „Altern in Deutschland“.
Altersbilder haben auch Einfluss darauf, was jüngere Menschen für ihr eigenes Alter erwarten und was ältere Menschen sich zutrauen und erreichen wollen. Es gibt gute Gründe anzunehmen, dass aktuelle Altersbilder auf der Wahrnehmung früherer Generationen von älteren Menschen beruhen. Möglicherweise spiegeln sie deshalb die Vielfalt der Lebensformen und die Stärken der älteren Menschen von heute nicht wider und erschweren damit die Entfaltung der Potenziale des Alters.
Die Altenberichterstattung geht zurück auf einen Beschluss des Deutschen Bundestages aus dem Jahr 1994. Er gibt der Bundesregierung auf, in jeder Legislaturperiode einen Bericht zur Lebenssituation von Seniorinnen und Senioren in Deutschland zu erstellen. Erarbeitet werden die Berichte von unabhängigen Sachverständigenkommissionen, die mit Expertinnen und Experten unterschiedlicher Fachrichtungen besetzt werden.
