Ausstellung „Zukunft leben“ zum Wissenschaftsjahr 2013 eröffnet

© Michael Jungblut/Wissenschaftsjahr 2013

Zum Start des Wissenschaftsjahrs 2013 „Die demografische Chance“ eröffnete Bundesministerin Johanna Wanka am 26. Februar im Berliner Museum für Naturkunde gemeinsam mit Karl Ulrich Mayer, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, die Wanderausstellung „Zukunft leben: Die demografische Chance“.

„Der demografische Wandel ist für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft eine enorme Herausforderung“, betonte Wanka und rief dazu auf, die Kräfte zu bündeln, um die Entwicklung als Chance zu nutzen. Dazu müssten drei Hauptfragen beantwortet werden: Wie ist soziale Gerechtigkeit für alle Generationen zu sichern? Wie sollen die durch die höhere Lebenserwartung gewonnenen Jahre genutzt werden? Wie lässt sich die hohe Innovationskraft unseres Landes erhalten?

Prof. Karl Ulrich Mayer, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, hob angesichts der erwarteten demografischen Veränderungen hervor: „Nicht die Gesellschaft altert, die Bevölkerung altert. Die Gesellschaft kann innovativ und dynamisch bleiben.“ Wie die damit verbundenen Probleme und Aufgabe zu lösen sein könnten, beleuchtet die von der Leibniz-Gemeinschaft entwickelte Ausstellung „Zukunft leben“.

„Diese Ausstellung zeigt: Wenn wir den Wandel gestalten, dann kann er zur Chance für Deutschland werden“, resümierte Mayer. Die Grundlage der Exponate bilden wissenschaftliche Befunde zur demografischen Entwicklung in Deutschland: Die Lebenserwartung steigt, die Bevölkerung wird älter. Die durchschnittlichen Kinderzahlen sind niedrig und stagnieren. Welche Folgen ergeben sich daraus und welches Entwicklungspotenzial ist damit verbunden – gesellschaftlich, familiär und individuell?

Thematisch ist die Ausstellung in neun verschiedene Abteilungen gegliedert, die den Besuchern auf rund 300 Quadratmetern Fotografien, historische Abbildungen, statistische Darstellungen, Animationsfilme und Comic-Geschichten sowie interaktive Exponate bieten.

So können die Besucher in einer begehbaren 3-D-Skulptur zur Bevölkerungsentwicklung in Deutschland erkunden, welche Faktoren die Bevölkerungsdynamik beeinflussen, und an einem „Automaten“ die volkswirtschaftlichen Auswirkungen verschiedener demografischer Szenarien durchspielen. Sie können in Comic-Form die Geschichten von sechs fiktiven Familien erfahren oder sich einen Wunschlebenslauf zusammenstellen und dabei über den eigenen Lebensweg nachdenken.

Die Ausstellung thematisiert auch, ob wir in Zukunft anders lernen werden als heute. Werden wir interkultureller – und was bedeutet das? Müssen wir alle länger arbeiten? Welche Auswirkungen hat das längere Leben auf den Lebensverlauf? Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der verschiedensten Disziplinen äußern sich dazu in Videointerviews.

Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierte und von der Leibniz-Gemeinschaft konzipierteAusstellung wird bis zum 7. April 2013 in Berlin gezeigt und ist anschließend in vier weiteren Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft in Mainz, Bochum, Bremerhaven und München sowie im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden zu sehen.

 

Miriam Buchmann-Alisch

 

Links:

Wissenschaftsjahr 2013

Online-Dossier zum Thema des Wissenschaftsjahres 2013 (Deutscher Bildungsserver)